Und jährlich ruft der Königsplatz. Immer am ersten Wochenende im Juli kommen die Ninjas nach München. Auch dieses Jahr fand am 4. und 5.7. der Minga Warrior im Rahmen des Sportfestivals statt. In diesem Jahr mit einem neuen Modus und zwei Tagen voller Action. Wie es lief und warum die Siegerehrung zu kurz kam? Mein Recap.
Endlich mal schönes Wetter beim Minga Warrior? Die Vorhersage machte ausnahmsweise mal Hoffnung auf einen trockenen Wettkampf. Und das, obwohl er von Stefan Angermeier gesettet wurde. Nach über zwei Tagen Aufbau war pünktlich alles auf dem Königsplatz angerichtet. Am Samstag stand in vier Slots eine Skill-Challenge auf dem Plan. Am Sonntag dann viele spannende Duelle Ninja vs. Ninja. Die Besonderheit beim Minga Warrior: Das Starterfeld ist eine bunte Mischung. Top-Athleten (auch aus der TV-Show) treffen auf Newbies. Der Grund ist einfach, kostet doch der Wettkampf keine Startgebühr. Auch deswegen starten jährlich mehrere hundert Athleten dort. Die tolle Kulisse (und ein Preisgeld) tun ihr Übriges 😉
Minga Warrior Tag 1: Skills, Skills, Skills
Um 9 Uhr startete am Samstag der erste Slot. Wie in den folgenden Slots hatten die Athleten auch hier 2,5 Stunden Zeit. Insgesamt mussten 15 unterschiedliche Skills absolviert werden. Der Schwierigkeitsgrad reichte von leicht bis fortgeschritten. So hatten auch Anfänger eine Chance, zumindest ein paar Erfolge zu feiern. Für einige der Profis waren die Skills wohl etwas zu einfach. Bereits im ersten Slot des Tages meisterten einige Athleten alle Skills in der vorgegebenen Zeit. Manche sogar deutlich schneller. Übrigens: Durch die Slots war es immer wieder spannend. Welche Ninjas kommen wohl noch? Wer ist in welchem Slot am Start?
Auch Knackpunkte zeigten sich schnell. Besonders in sich hatte es die Himmelsleiter “Gotta go”. Eine Kombination aus einem Bartech-Sprung und einer Himmelsleiter mit schrägen Sprossen, die es zu erklimmen galt. Die Verzweiflung war in manchen Gesichtern deutlich zu lesen. Auch der ein oder andere Fluch war zu hören (hab ich mir sagen lassen ;)). Umso schöner waren die Erfolgserlebnisse, wenn es dann doch klappte. Auch der kleinere Frame am Rand des großen Parcours war nicht ohne. Ein blauer Robo war schwieriger zu halten als gedacht. Fazit einiger Athleten: “Den muss man richtig overgrippen!” Dennoch: Die Skills waren machbar. Es zeichnete sich sogar ab, dass die Zeit für die Qualifikation entscheidend sein konnte. Die guten Ergebnisse der Athleten zog sich durch. Ob Slot 1 oder 4, ob Teen oder Adult.
Zum Starterfeld ist noch zu sagen: Es ist so schön zu sehen, wie viele tolle Ninjas jedes Jahr wieder nach München kommen. Aus ganz Deutschland und zum Teil Österreich und der Schweiz. Unter anderem diese bekannten Athleten waren beim Minga Warrior 2026 am Start:
- Jonas Moritz
- Julian Rieger
- Jonas Elting
- Karim und Yasin El Azzazy
- Jens und Tim Wolf
- Nicola Wulf
- Lukas Kilian (Clucky Luke)
- Leo Calderon
- Sophia Schubert
- Marlon Fraatz
- Freddy Becker
- Sina Schwarz
- Lotta Kokemohr und viele mehr…
Bei den Teens sollten noch Mattis Trinh, Leo Albert, Sophie Dlugi oder auch Lotta Thies erwähnt werden. Außerdem war eine größere Gruppe aus Österreich um Julian Gsinn und Elena Stejnek vor Ort. Als Local Heroes aus München und der Umgebung muss ich natürlich noch Adam Chadly, Elias Schmidt, Jakob Wagner und Daniel Schmitt erwähnen 😉 Übrigens war es in diesem Jahr etwas leiser auf dem Königsplatz. Nicht, weil weniger los war. Einzig die Abwesenheit einer Person war der Grund. Unser Super-Moderator Franky war diesmal nicht dabei. Etwas leiser, aber dennoch mit viel Engagement konnte die Lücke gefüllt werden. Danke an Steffen Moritz und Super Mario (Jaan Balkheimer)!
Tag 2: Sonne, Regen, Minga Warrior
Der Samstag blieb trocken, der Sonntag startete ebenso. Bereits zu früher Stunde um 8:30 Uhr trafen sich alle (qualifizierten) Athleten am Start. Die Duelle wurden bereits vorher per Mail bekannt gegeben. So gab es bereits Gesprächsbedarf, bevor der Wettkampf losging. Es gab direkt einige heftige Duelle, während andere ohne Gegner antraten. Die Gründe dafür waren kurzfristige Absagen. Eins war jedenfalls sofort klar: In diesem Wettkampf ist Feuer drin. Und das lag nicht nur an den warmen Temperaturen. Es ging also los. Die Reihenfolge der Duelle war immer: Männer, Teens männlich, Frauen, Teens weiblich. Die Strategien der Athleten hingen immer von Gegner und Situation ab. Manche gingen bereits in Runde 1 voll ans Limit, andere ließen es verhältnismäßig “ruhig” angehen. Wusstet ihr, dass es einige Ninjas gibt, die gefühlt gar nichts aus der Ruhe bringen kann? So faszinierend jedes Mal wieder. Paradebeispiele: Julian Rieger und Jonas Elting.
Leider sorgte nicht allein der Sport immer für die Entscheidungen. Es gab einige Re-Runs sowie Disqualifikationen. Durchaus berechtigt, aber eben immer mit Diskussion verbunden. So wurde zum Beispiel Jens Wolf nach seinem eigentlichen Duellsieg disqualifiziert. Sein Gegner legte wegen einer Mattenberührung einige Minuten nach dem Run Einspruch ein. Entscheidung: Die Matte wurde nicht nur gestriffen, sondern genutzt. Das ärgerliche Aus für Jens, der eigentlich einen sehr starken Eindruck machte. Auch die ein oder andere Verletzung blieb wiedermal nicht aus. Gute Besserung an dieser Stelle an die Athleten, die es erwischt hat (zum Beispiel Yael Tobler).
Dennoch: Viel spannender als im Duell-Modus kann es kaum noch werden. Von Runde zu Runde wurden die Paarungen noch krasser, noch schneller, noch hochkarätiger. Immer mehr Entscheidungen fielen erst am vorletzten Hindernis oder sogar am Kamin/Buzzer. Meine Nerven, sag ich euch 😉 Was machen diese Ninjas mit mir/uns? Und dann gabs ja noch dieses Wetter. Ihr erinnert euch, der Wetterbericht war eigentlich gut. Eigentlich. Denn es gibt einfach keinen Stefan Angermeier-Wettkampf ohne REGEN! Bereits am Nachmittag gab es eine kurze Regenunterbrechung. Zum Glück verzog sich die erste Wolkenwand schnell wieder und es konnte weitergehen. Es ging auf die finalen Runden zu. Der Blick auf den Regenradar ließ aber nichts Gutes erahnen. Mit jeder Runde wurde der Himmel schließlich auch dunkler.
Glück im Unglück oder einfach perfektes Timing: Der Regen wartete noch, bis das letzte Finalduell gelaufen war. Schnell halfen einige Athleten und Begleiter dabei, die Matten in Sicherheit zu bringen. Andere, deren Heimweg weiter war, ergriffen hingegen die Flucht. Besser war es, denn grade als alle sich halbwegs untergestellt hatten, gings schon los. Und zwar nicht irgendwie. Sondern mit Sturm, Regen und Donnergrollen. Siegerehrung mit Publikum? Fehlanzeige. Auch einige der Athleten, die in den Top 3 waren, waren bereits abgereist.
Deswegen an dieser Stelle nochmal Glückwunsch an alle Sieger:
- Adults M: Jonas Moritz (DAS CRAZY ;))
- Teens M: Leo Albert
- Adults W: Lotta Kokemohr
- Teens W: Sophie Dlugi
Ihr wart unglaublich stark! Und auch an alle anderen, die auf dem (imaginären) Podium standen, Glückwunsch zu eurer tollen Leistung. Generell hat es wieder unfassbar viel Spaß gemacht, euch allen, die angetreten sind, zuzuschauen. Ihr zeigt jedes Mal, wie besonders der Sport ist und ohne die Community wäre es nicht das Gleiche!
Besonderer Dank muss natürlich wieder an Stefan Angermeier und seine Familie/Helfer gehen. Ihr reißt euch so den A… auf und gerade du, lieber Stefan, steckst so oft zurück. Wie viel Liebe und Leidenschaft du für diesen Sport hast, kann man gar nicht in Worte fassen. Ich freu mich schon sehr auf die nächsten Wettkämpfe (auch wenn ich noch nicht genau weiß, wo ich als nächstes dabei bin)! Schaut auf meinem Insta vorbei, dann verpasst ihr nix!
Bis bald hier auf meinem Blog!
