Er ist jedes Jahr wieder legendär und zieht Ninjas aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an – der Infinity Cup von Stefan Angermeier. In diesem Jahr war es am 6. Juni wieder so weit. Ein langer Tag voller Ninja-Action und Community-Time in Karlskron bei Ingolstadt. Hier mein Recap:
Der Garten von Stefan Angermeier gehört wieder für einen Tag den Ninjas. Es ist bereits der Infinity Cup 7.0. Premiere feierte das Event 2020. In diesem Jahr ging die Tradition also quasi in ihr (verflixtes) siebtes Jahr. Mit dabei: 60 Athletinnen und Athleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle Altersklassen von Teens bis Masters waren wieder vertreten. Und auch die besondere Infinity-Atmosphäre war sofort wieder spürbar, als ich gegen 8:45 Uhr den Garten betrat. Es fühlt sich immer wieder wie Familie, wie „ankommen und wohlfühlen“ an.
In diesem Jahr lag der Wettkampf sehr nah am Finale der Show-Aufzeichnung (am 2. Juni). Vielleicht auch deswegen sah das Starterfeld etwas anders aus als bei vergangenen Infinity Cups. Dennoch waren viele starke Ninjas dabei und es ist auch immer wieder schön, mehr Leute aus der Community zu sehen. Zu den Top-Athleten gehörte mit Sicherheit Jonas Elting. Er feierte sogar seinen Geburtstag an diesem Samstag im schönsten Ninja-Garten. Happy Birthday nachträglich nochmal 😉 Außerdem galten als Favoriten (wie eigentlich immer) Jonas Moritz und Julian Rieger sowie Mika Bertram bei den Teens. Das Starterfeld der Frauen bestand unter anderem aus Hannah Mees, Marlies Brunner, Rebecca Dißmann und Sina Schwarz. Bei den Teens weiblich waren unter anderem Lotta Thies, Yael Tobler und Lorena Vollmann am Start.
Infinity Part 1: Drei Stunden Skills
Als ich im Ninja Garten ankam, waren viele Ninjas schon fleißig dabei, die aufgebauten Skills zu begutachten. Einer der ersten Athleten, mit denen ich sprach, war Bastian Dietert. Sein Fazit noch vor der Einweisung: „Ich seh hier nichts, was Spaß macht.“ 😉 Tja, wenn alles leicht aussehen würde, wäre es kein Stefan Angermeier Wettkampf. Insgesamt 17 Skills hatte er sich für die diesjährige Skill Competition ausgedacht. Sie bildete den Anfang des Wettkampfs, zählte aber nur zu 1/3 für die Finalqualifikation. Die anderen 2/3 machte die anschließende Classic Stage aus. Für jeden absolvierten Skill gab es Punkte. Dabei waren der Schwierigkeitsgrad der Aufgabe sowie die Anzahl der Versuche ausschlaggebend. First und Second Try brachten deutlich mehr Punkte, genauso wie mittlere und schwere Skills. Insgesamt hatten alle Athleten drei Stunden Zeit, so viele Punkte wie möglich zu sammeln.
Alle Versuche mussten mitgefilmt werden, das Stefan und sein Team jederzeit hätten stichprobenartig kontrollieren können. Das führte dazu, dass ich unter anderem als Kamerafrau für einige Athleten fungiert habe. Überhaupt waren meine Aufgaben am Samstag vielfältig. Von Powerbank-Verleih bis Sonnencreme- und Tape-Service. Aber für die Ninjas macht man es ja gerne 😉 Zurück zu den Skills. Neben Balance und Trampolinsprüngen waren auch regelrechte Trickshots dabei. Manche Skills waren gut machbar, andere wie „Balance-Bauklötze“ brachten die Athleten regelrecht zur Verzweiflung. Wenigstens das Wetter war in diesen drei Stunden gnädig. Vielleicht sogar zu sonnig. An dieser Stelle an alle Athleten: Sonnencreme ist wichtig (und zwar nicht erst, wenn man schon wie ein Krebs aussieht)! 😉
Infinity Part 2: Unmögliche Classic-Stage?!
Nach den Skills gab es eine kurze Verschnaufpause für die Athleten. Der perfekte Zeitpunkt um sich Grillkäse oder eine der beliebten Steaksemmeln von Grillmeister Angermeier (Stefans Papa) zu holen. Oder doch eher ein Stück Kuchen? Auch für genug Flüssigkeit war natürlich gesorgt. So erhielt auch Weizen-Warrior Dani Fink das Getränk, dem er seinen Namen verdankt. Apropos Dani Fink: Die ersten Hände waren während/nach den Skills bereit für eine großzügige Runde Tape. Auch das ist inzwischen typisch für den Infinity Cup. Hier wird niemand geschont, auch keine Hände.
Dann ging es auch schon weiter mit der entscheidenden Classic Stage. Wie schon angesprochen zählte sie zu 2/3 für die Finalqualifikation. Auch Athleten, die nach den Skills eher hinten lagen, hatten also noch eine Chance. Die Stage aus sechs Hindernissen hatte es jedoch in sich. Bei der Einweisung waren sich viele Ninjas sicher, dass spätestens bei den sogenannten Stalaktiten Schluss war. Buzzer? Schwierig, glaubte man der Einschätzung der Athleten. Sie sollten Recht behalten. Für viele war jedoch noch früher Schluss: ein umklappendes Brett bzw. der Übergang zu den folgenden Sideways war ein weiterer Knackpunkt. Besonders schade waren kleine, aber schwerwiegende Patzer am Anfang der Stage (beim Deja-vu), das für einige Athleten das Aus bedeutete, die eigentlich deutlich mehr können, zum Beispiel Gabriel Gomes. Dazu sei noch gesagt, dass für einige Teilnehmer der Wettkampf nicht so lief wie gewünscht. Manche waren nicht 100 Prozent fit, hatten mit Verletzungen/Krankheiten oder wenig Schlaf zu kämpfen. An euch: Ihr habt euer Bestes gegeben. Seid trotzdem stolz auf euch und zeigt beim nächsten Wettkampf, was in euch steckt!
Die Ergebnisse aus Skills und Classic Stage wurden anschließend zusammengerechnet, um die Finalisten zu ermitteln. Manche von ihnen, wie Adam Chadly, waren selbst überrascht, dass es gereicht hat. Schließlich kamen aus jeder Division nur die besten 50 Prozent bzw. mind. 3 Athleten ins Finale. Überraschung oder nicht, das Finale schien noch einmal spannend zu werden.
Kein Infinity Cup ohne Regenpause
Tja, und dann kam es, wie es kommen musste. Der Wetterradar zeigte unbarmherzig eine Regenfront. Kurz stand sogar die Entscheidung im Raum, das Finale komplett ausfallen zu lassen. Die Athleten und Stefan Angermeier entschieden sich dann jedoch für ein verkürztes Finale. Dieses sollte je nach Division aus drei bzw. vier Hindernissen bestehen. Schnell wurden noch die Matten in Sicherheit gebracht und dann brach auch schon der Regen los. Die meisten Ninjas, Begleiter und Zuschauer verzogen sich ins Zelt. Als einer der Ersten wagte sich Jaan Balkheimer nach draußen und aufs Trampolin (JA, bei Regen!). Es wurde immer später, aber der Regen ließ tatsächlich wieder nach. Das Finale hätte zeitnah beginnen können.
Bevor es jedoch losging, wurde plötzlich noch einmal diskutiert. Hintergrund war die IGN-Wertung. Letztlich wurde jeder Divison freigestellt, das Finale nach IGN-Wertung oder Just for Fun (für den Tagessieg) zu laufen. Adults (männlich und weiblich) sowie weibliche Masters entschieden sich gegen die IGN-Wertung. Teens und Masters männlich dafür. Es wurde also ein geteiltes Finale. Die Frauen so wie die männlichen Masters hatten drei Hindernisse zu absolvieren. Adults und Teens männlich durften zusätzlich noch einen sogenannten Superman-Move auspacken (wenn sie denn bis zum letzten Obstacle kamen). Zur späten Stunde entschieden sich nicht mehr alle Athleten und Athletinnen dazu, zu starten. Einige waren bereits abgereist, andere nicht mehr konzentriert genug. Das Risiko war ihnen zu hoch. Dennoch war es ein kurzes, knackiges und spannendes Finale.
Infinity 7.0 in the books
Der Tagessieg ging an Julian Rieger, ganz knapp vor Jonas Moritz. Beiden gelang sogar der Superman-Move. Julian brauchte außerdem in den vier Obstacles keinen einzigen Retry. Unfassbar stark ihr zwei. Auf Platz 3, ebenfalls unglaublich gut, landete Teen Mika Bertram. Bei den Frauen holte sich Rebecca Dißmann den Titel vor Lorena Vollmann und Sina Schwarz. Ihr seid der Hammer, Mädels! Die Tagessieger erhielten jeweils neue Obstacles für ihren persönlichen Ninja-Bereich. Auch die Sieger der Divisions wurden mit Medaillen geehrt. Glückwunsch an: Bernhard Schwarz, Alex Szimber, Simon Tobler, Susanne Seiwald, Mattis Trinh, Lotta Thies, Malin Büsser, Hannah Mees und Freddy Becker. Und ich möchte besonders Julian Gsinn, Platz 3 bei den Teens männlich, kurz hervorheben. Er ging bereits mit einem genähten Knie an den Start, knickte in der Skills Competition zusätzlich um und verletzte sich am Fuß. Dennoch gab er in der Classic Stage und im Finale alles. Vielleicht nicht vernünftig, aber krass, was ihr leistet!
Wie immer können aber alle Athletinnen und Athleten stolz auf ihre Leistung sein! Ihr seid Top und die allerbeste Community. Auch wieder Danke an die besten Ninja Moderatoren Franky Schmidpeter und Jaan Balkheimer. Außerdem großes Lob und Danke an „Vorturner“ Andy Schlegl. Das größte Danke muss aber wieder an Stefan und seine Familie gehen. Was dieser Mann leistet ist unglaublich. Selbst gesundheitlich angeschlagen, tausend Baustellen parallel und wieder so ein toller Wettkampf. Danke für alles was du für die Community tust lieber Stefan. Ich freu mich schon wieder auf nächstes Jahr und den Infinity Cup 8.0 😉 Und ansonsten: bis bald hier auf meinem Blog!
